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Häufige Fragen zu Hypnose, EMDR und Traumatherapie
FAQ - Fragen & Antworten
EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Ins Deutsche übersetzt bedeutet das in etwa „Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen“. Der Name beschreibt das zentrale und namensgebende Element dieser Methode: die gezielte bilaterale (beidseitige) Stimulationdes Gehirns, meist durch geführte Augenbewegungen. Aber auch eine Stimmulation durch bilaterale Musik oder Tapping am Körper ist möglich.
EMDR ist ein strukturiertes psychotherapeutisches Verfahren, das dem Gehirn hilft, blockierte oder unvollständig verarbeitete Erinnerungen gesund zu integrieren. Während du dich auf ein belastendes Erlebnis konzentrierst, wird gleichzeitig eine bilaterale Stimulation eingesetzt. Diese erfolgt meist über Augenbewegungen, teils auch über Töne oder Berührung. Dadurch kann dein Gehirn die Erinnerung soverarbeiten, dass sie ihre emotionale Wucht verliert.
EMDR wurde ursprünglich zur hocheffizienten Behandlung von Traumata und der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entwickelt. Mittlerweile ist die Methode jedoch für eine Vielzahl von Anliegen wissenschaftlich hervorragend belegt, darunter:• Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS / PTSD) nach schweren Erlebnissen• Ängste, Panikattacken und Phobien (z. B. Prüfungsangst, Zahnarztangst oder Flugangst)• Belastende Lebensereignisse (z. B. nach Trennungen, Unfällen, Verlusten oder schweren Diagnosen)• Anhaltende Trauer und unverarbeitete Lebenskrisen• Chronische Schmerzen und psychosomatische Beschwerden• Selbstwertzweifel und tiefsitzende negative Glaubenssätze
Nein, das ist das Besondere an EMDR. Im Gegensatz zu klassischen Gesprächstherapien musst du das Erlebte nicht in allen Einzelheiten laut aussprechen oder im Detail schildern. Entscheidend ist einzig und allein, dass du gedanklich und emotional kurz Kontakt zu der Erinnerung herstellst. Wie viel du davon in Worte fasst, bestimmst du ganz allein. Du behältst während des gesamten Prozesses die volle Kontrolle, und wir können jederzeit Pausen einlegen.
Ja. EMDR gilt weltweit als eines der am besten untersuchten und wirksamsten Verfahren in der Traumatherapie. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt EMDR ausdrücklich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In Deutschland ist EMDR seit 2006 als wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren eingestuft.
Ein strukturierter EMDR-Prozess gliedert sich in folgende wesentliche Schritte:Diagnostik und Anamnese: Wir klären dein Anliegen, betrachten deine Vorgeschichte und prüfen sorgsam, ob EMDR für dich geeignet ist.Vorbereitung und Stabilisierung: Wir erarbeiten mentale Hilfsmittel (wie die Methode des „Sicheren Ortes“), um dich emotional zu stärken und dir Werkzeuge zur Selbstberuhigung an die Hand zu geben.Die Verarbeitungsphase (Desensibilisierung): Du rufst die Erinnerung kurz wach, während ich die bilaterale Stimulation (z. B. Augenbewegungen) anleite. Du beobachtest dabei einfach wertungsfrei, was sich an Bildern, Gedanken oder Gefühlen verändert.Verankerung und Körpertest: Wir verankern ein neues, positives Selbstbild und prüfen, ob sich deinKörper bei dem Gedanken an das Ereignis wieder völlig entspannt anfühlt.Abschluss und Nachbesprechung: Wir runden die Sitzung stabilisierend ab. In der nächsten Sitzung besprechen wir gemeinsam, was sich seither positiv verändert hat.
Die Anzahl der Sitzungen ist sehr individuell. Manche klar umschriebenen Belastungen lassen sich bereits in wenigen, hochfrequenten Sitzungen deutlich entlasten, komplexere Themen brauchen entsprechend mehr Zeit und Einbettung in einen größeren Behandlungsplan. Dies passen wir individuell an deine Bedürfnisse an. Abstände der Sitzungen sind jeweils ca. 1 Woche, bei Bedarf auch kürzer.
Nach einer EMDR-Sitzung arbeitet dein Gehirn eigenständig weiter (das sogenannte Nachprozessieren). Kurzzeitige Reaktionen in den ersten Tagen nach der Sitzung sind völlig normal und zeigen, dass der Heilungsprozess aktiv ist. Dazu können vorübergehende Müdigkeit, eine höhere emotionale Sensibilität oder lebhaftere Träume gehören. Anhaltende Verschlechterungen sind extrem selten.Wann besondere Vorsicht geboten ist: Bei bestimmten psychischen Erkrankungen wie akuten Psychosen, akuter Suizidalität oder ausgeprägten dissoziativen Störungen darf EMDR nicht oder nur unter spezifischen klinischen Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden. Daher klären wir dies imErstgespräch und in der Anamnese immer sorgfältig und verantwortungsbewusst ab.
Ja. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt EMDR ausdrücklich auch für Kinder und Jugendliche. Die Methode wird dabei altersgerecht angepasst und behutsam auf die jeweilige Entwicklungsstufe abgestimmt.
Auch bei EMDR arbeite ich in freier Praxis und rechne privat ab – die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Das Erstgespräch inkl. Anamnese kostet, wie bei der Hypnosetherapie, 240 €. [Preis für Folgesitzungen] Bei manchen privaten Zusatzversicherungen ist eine anteilige Erstattung möglich – frag am besten direkt bei deiner Kasse nach.
Die Kontaktaufnahme läuft genauso wie bei der Hypnosetherapie: Du kannst über meine Website direkt online einen Termin für ein erstes kostenloses Telefongespräch buchen, alternativ das Kontaktformular nutzen, mir per WhatsApp schreiben oder mich anrufen. In allen Fällen vereinbaren wir so ein kostenloses, unverbindliches Telefonat von etwa 15–20 Minuten, in dem wir dein Anliegen und mögliche Kontraindikationen besprechen. Es folgt das ausführliche Erstgespräch mit Anamnese (ca. 2 Stunden), bei dem wir oft schon eine kleine EMDR-Übung ausprobieren. Die Folgesitzungen dauern etwa 1 bis 1,5 Stunden. Anders als bei der Hypnosetherapie sind die Abstände zwischen den Sitzungen hier meist kürzer: Solange du aktiv im EMDR-Prozess bist, sind wenige Tage bis etwa eine Woche ideal, damit der begonnene Verarbeitungsprozess nicht zu lange unterbrochen wird und wir mit dem nötigen Schwung dranbleiben können.

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